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29. September 2012 6 29 /09 /September /2012 01:04

Die Schweizer mögen mir bitte sehr die "leichte" Verunglimpfung verzeihen. Die Neubrandenburger bitte auch. Aber diese Geschichte muss jetzt endlich einmal erzählt werden.

 

Das Leben von Wilhelm Tell lag bisher im Dunkeln. Ich beleuchte es jetzt.

 

Es begann in Norddeutschland, etwa 80 Kilometer von Berlin entfernt.

Schon als Kind schoss Wilhelm mit seiner Armbrust auf alles, was da kreuschte und fleuchte. Zum 16. Geburtstag schenkte er sich selbst 17 Jagderfolge: 2 Spatzen, 3 Tassen von Sonntagsgeschirr, das rechte Glas der Ray Ban-Sonnenbrille seines Großvaters, Omas Korsett, 2 Glühbirnen, 1 Birne von der Sorte "Abate", 6 Äpfel und eine Woche Hausarrest. Die hohe Quote bei den Äpfeln ermutigte ihn, an diesem Obst weiter zu üben.

 

Wie Willi Tell seinen Kopfschuss bekam  Willi Tell 001

Für die edle Apfelwurmfamilie, die ebenfalls Tell hieß und wo die männlichen Erstgeborenen traditionsgemäß Willi und alle weiblichen Würmer Wilma genannt wurden, waren Wilhelms Treffer tragisch, oftmals sogar tödlich. Ich hab das mal aufgemalt, wie denen die Pfeile um die Köpfe sausten. Der Willi Tell junior aus Frankfurt am Main, auf dem Bild hier drunter, Willi Tell 002 

wurde am Kopf getroffen. Er hatte es überlebt, aber seitdem einen Appler-Schuss. 

 

Ein Jahr später war die Apfelernte in ganz Neubrandenburg durch Hagelschlag am A..., na Du weisst schon wo. Die verzweifelten "Vereinigten Apfelkolchosen Neubrandenburgs" kamen zusammen. Der hohe Rat beschloss eine harte Strafmaßnahme gegen den Schuldigen, den Armbrustschützen Wilhelm Tell. So musste die ganze Familie Tell ihre Habseligkeiten einpacken und wurde außer Landes verwiesen. Wilhelms Ruf eilte ihnen bis ins Alpenland voraus. Überall wurden sie verjagt. Erst am Vierwaldstättersee in der Nähe von Luzern kamen sie zur Ruhe.  Die Schweizer sahen das nicht so eng, eher neutral, und dachten: "Einen guten Schützen kann man allemal brauchen. "


Auch in seinen Schweizer Jahren schoss Wilhelm Tell am liebsten auf Äpfel, ohne Rücksicht auf Verluste. Von dem Geschehen in der Schweiz hat der große Kabarettist Heinz Ehrhardt gehört, und den Apfelschuss in bewegenden Worten geschildert: 

link: http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=uFVLoLnelww

 

Das war klug von denen, denn wer sonst, als der Scharfschütze Wilhelm Tell, hätte 15 Jahre später als freiheitsliebender Mann und Vater von 14 Kindern dort Nationalheld werden sollen?

 

Der Schweizer Teil von Wilhelm Tells Geschichte ist sehr bekannt - ein Klassiker sozusagen. Das brauche ich also nicht zu erzählen. Niemand anders als der große Dichter Friedrich Schiller hat Wilhelm Tells ruhmreiche Heldentat, einen Apfel aus so ungefähr ca. 94,735 Metern Entfernung vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schießen, in Prosa für die Nachwelt aufgeschrieben.

 

Dies ist die zweite

von meinen vier Apfelgeschichten.

4 Äpfel 2

Sie handeln von Äpfeln - Religion, Historie, Mythen und Märchen.

Sie handeln von Gott und der Welt, von Heldentum, Schönheit, von Habgier, Neid und versuchtem Mord.

Die dritte und vierte Story folgen noch. Die erste Story kannst Du hier lesen:  

adams-apfel-im-garten-eden


(Hey, liebe Schweizer und Neubrandenburger: Darf ich mich noch in Eure Länder wagen?)

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Published by Xamantao - in von mir
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Kommentare

Joachim 10/02/2012 19:47

Dann lasse ich es lieber sein.

Joachim 09/29/2012 18:14

Hallo Xammi! Nun müssen wir aber genau suchen, wo der junge Wilhelm mit seiner Tellfamilie hier im Norden so schussfreudig seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Vielleicht steht sein Name in den
Kirchenbüchern.
Liebe Grüße
Joachim

Xamantao 10/02/2012 11:09



Ja, lieber Joachim, da solltest Du mal intensiv forschen!


Aber übertreib´s nicht, Deine Leser würden Dich schließlich im Blog vermissen.



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