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Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.

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Bahnfahrt zur Arbeit

 

 

Gestern gab es Schwierigkeiten. Ab Morgens 6Uhr ging bei der Bahn nichts mehr, denn das Stellwerk in Kelsterbach war kaputt. Das hatte ich natürlich nicht mitgekriegt, obwohl ich die Nachrichten im Bad gehört hatte. Wahrscheinlich war gerade Haarshampoo in meinen Ohren.

In Rüsselsheim blieb die S-Bahn stehen. Der ganze Bahnsteig war schon voll von wartenden Reisegästen. Man sollte aussteigen, weil der Zug nur bis Raunheim und dann wieder zurück fahren konnte. Keiner wusste, wie lange die Wartezeit wird. Ich beschloss, bis Raunheim im Zug zu bleiben und dann um Kelsterbach herum bis zum Flughafen ein Taxi zu nehmen. Die Entscheidung war gut, es waren viel weniger wartende Menschen in Raunheim. Aber am Raunheimer Bahnhof gab es fast Prügeleien, weil alle ins Taxi wollten, wenn mal eins kam.

Mein besonderer Stress waren diese Krücken, die ich nach der Knie-OP noch zum Treppen steigen brauche, um aus dem Zug heraus zu kommen und beim Straßen überqueren.

Als Kampfmittel wollte ich sie nicht einsetzen! Mein Handy lag zu Hause. Natürlich, wenn man es braucht, hat man es nie. Also ging ich die Richtung, wo ich eine Tankstelle vermutete. Schon an der nächsten Straßenecke hatte ich Glück, weil ein Taxi nahte und hielt.

Im Flughafen-Bahnhof standen wieder massenweise Menschen herum. Mittlerweile hatte meine Kernarbeitszeit begonnen. Ich lieh mir in einem Zeitungsladen ein Handy, um bei der Arbeit Bescheid zu sagen, und bekam da sogar einen Kaffee geschenkt.

Plötzlich hörte ich vom übernächsten Gleis eine relativ leise Durchsage, dass Zug dort nach Ffm.-Hauptbahnhof zurück fährt, um eine andere Strecke zu nehmen. Du hättest den Spurt mal sehen sollen! Reif für die Behinderten-Olympiade bin ich die Rolltreppen hoch gestürmt, ruderte auf den Krücken zu dem anderen Bahnsteig, die Rolltreppe unter Sturzgefahr wieder runter!

Atemlos angekommen, fielen gerade die Zugtüren zu und der Pfiff zur Abfahrt ertönte. Vollkommen belämmert stand ich nun da und brüllte "Scheiße". Nun geschah ein kleines Wunder. Die Zugtüre ging wieder auf, der Zugbegleiter fragte, ob ich mit will zum Hauptbahnhof, und er wartete ab, bis ich eingestiegen war. Im Zug bot mir ein Mann seinen Platz an und endlich kam ich gut nach Frankfurt.

Die Krücken sind raketenmäßig von "ich hasse sie" auf Platz Eins meiner beliebtesten Gegenstände hoch geschossen!

 

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