Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.
Am Montag hatte ich eine Operation im Knie in einer Mainzer Tagesklinik. Die haben meine Unfall- und die Folgeschäden beseitigt. Nun humple ich auf Krücken, daheim geht es sogar schon ohne. Bin noch 2 Wochen krank geschrieben.
Erstaunlich fand ich, wie unsere Katzen auf ihren desolaten Morgen-Dosenöffner reagieren.
Unser Tagesbeginn - wobei mein Mann noch keine Rolle spielt, weil er noch schläft - läuft normaler Weise so:
Der Wecker klingelt um Fünf. Aber wenn er nicht klingelt, werde ich wach, weil ich aufs Klo muss. Unsere Kleine Dicke, die an meinem Fußende schläft, reckt sich. Unser Schmusekater kommt von seinem Morgenstreifzug durch die Katzenklappe herein, zu mir ins Bad und begrüßt mich.
Gähn! Dann gehen wir in die Küche, Meine Dicke wälzt sich auch aus dem Bett. Sie wälzt sich wirklich, weil sie so dick ist. Auf das Morgen-Ritual freuen wir uns. Ich breite ein Stück Küchenrolle auf dem Tisch aus, nehme die Katzen nacheinander auf den Schoß, und kämme sie und wir schmusen. Die losen Haare tu ich auf die Küchenrolle und werfe sie dann weg.
Aber vorher ist oft Frühsport angesagt, dafür sorgt Der Schmuser. Ich renne hinter ihm her durchs ganze Haus. Immer, wenn ich mich nach ihm bücke, macht er einen Satz und läuft ein Stück weiter, treppauf, treppab. Schmuser liebt dieses "Mistvieh-Spiel", es macht ihm Spaß, wenn ich dabei mit ihm schimpfe. Richtig bös sein kann ich den Katzen aber nie. Erst wenn ich die Nase voll habe und nicht mehr mit mache, kommt er friedlich in die Küche geschnurrt. Manchmal macht Die Dicke auch mit. Ihre Spezialität ist Möbelrücken. Sie versteckt sich z.B. hinter der Couch oder unter dem Bett, und ich muss sie hervor jagen oder die Möbel verrücken und sie rausholen. Dann leuchten die Katzenaugen vor Freude.
Nach kämmen und schmusen ist große Raubtierfütterung. Der Dressurakt ist mir tatsächlich gelungen, dass die Beiden nicht auf die Spüle springen, während ich den Doseninhalt verteile! Na ja, Ausnahmen bestätigen die Regel... Sie stürzen sich auf ihre Fressnäpfe, als hätten sie tagelang nichts bekommen.
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Wenn ich mal nicht so früh aus dem Bett komme, lassen die Katzen mich erstmal schlafen. Nach spätestens einer Dreiviertelstunde werden sie aber energisch. Das Schnurren wird immer lauter, als ob ein Motor neben meinem Ohr läuft. Wenn ich die Augen öffne, gucke ich in grüne Augen Meiner geliebten Dicken.
Irritierend! Manchmal bückt sie sich so über mein Gesicht, dass ihre Schnurrhaare kitzeln und mich wecken. Ich drehe mich um, schlafe weiter. Nun leckt sie meine Hand mit ihrer rauhen Zunge. Das macht wach!
Hilft das immer noch nicht, tritt Mein Schmusekater in Aktion. Rumtrampeln auf mir kann ja so schööön sein, besonders wenn beide Katzen ihr Bestes beim Stampfen geben. Zwischendurch auch Mal ein kleiner, lautstarker Schaukampf miteinander. Immer noch nicht wach? Jetzt kommt Schmusekaters Kopf am Fußende unter meine Bettdecke. Das kitzelt dermaßen an den Fußsohlen, dass ich senkrecht im Bett sitze!
Ausgeschlafen!
Ein kleiner Biss, der nicht weh tut, trägt zusätzlich zu meiner Aufmunterung bei. Endlich! 2 : 1 für die Katzen! Sie gewinnen immer.
An meinen Langschläfertagen bleibt auch mein Mann nicht verschont. Bei ihm beschweren sie sich laut miauend, dass er als Ersatz-Dosenöffner seine Pflicht zu tun hat. Micha bleibt immer ganz cool.
Aber das Erstaunliche jetzt ist, nach meiner Operation lassen mich die Quälgeister sogar bis nach Sechs schlafen! Und auf die Morgengymnastik verzichten sie, warten brav vor meinem Küchenstuhl, damit ich sie ganz bequem auf meinen Schoß hebe. Na ja, *grins* eigentlich sollte ich mich nicht wundern: Dickerle und Der Schmusebacke haben ihre Menschen gut erzogen! Sie wissen ganz genau, was sie fordern können.