Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.
Uhje, das war eine Nacht!
Gestern Abend ist es spät geworden. Heute wollte ich wenigstens bis halb Sechs schlafen. Dann ist die Zeit, unsere Katzen zu füttern. Hinterher wieder ins Bett. So war´s geplant.
Im oberflächlichen Schlaf bekam ich mit, dass Michael gerade auf die Toilette gegangen war. Es war cirka 2 Uhr. Da gab es einen lauten Knall, Poltern und einen kläglichen Katzenschrei. Ich saß aufrecht im Bett. Michael kam: „Was war das denn?“ und sah vor der Tür nach. Es war zu dunkel, um etwas zu erkennen. Wegen des Schreis machten wir uns nur Gedanken, Otto könnte was passiert sein. Die Emmi war ja da. Sie hatte am Fußende im Bett gelegen und ist auch von dem Gerumpele erschreckt worden.
Weil wir aber eh nichts machen konnten, vertagten wir die Angelegenheit und wollten weiterschlafen.
Das war wohl nix!
Emma war wach. Und wenn die Katze wach ist...
Gerade war ich eingenickt, da trampelte sie auf mir rum. „Zeit zum füttern!“ Mitten in der Nacht! Ich fauchte sie an, dass es noch zu früh ist. Da fauchte Michael mich an, ich soll ruhig sein.
Emma legte sich wieder ans Fußende. Eine knappe Stunde war es gut. Dann schob sie ihren Kopf unter meine Hand und wollte unbedingt gestreichelt werden. Als ich die Hand wegziehen wollte, krallte sie sich an meinem Schlafanzugärmel fest. Verärgert beförderte ich das lästige Tier aus dem Schlafzimmer und verriegelte das Katzentürchen. Endlich Ruhe! Sie war beleidigt abgezogen.
Kurz nach Drei ging wieder ein Gepoltere los, diesmal vor der Schlafzimmertür.
Otto versuchte sich als Rammbock. Emma kam ihm mit lautem Geschrei zu Hilfe. Wir zogen uns die Kissen über die Ohren. Aber unsere zwei Herze-Kätzchen stürmten unablässig die Tür. Bald reichte es meinem Mann: „Steh endlich auf und gib denen was zum fressen!“ Müde tappte ich in die Küche, die zwei stolzen Sieger hinter mir her.
Nun schimpfe Du nicht auf meinen Mann. Er ist der Nachmittags-Dosenöffner. Morgens bin ich dran, weil ich wochentags früh aufstehe und mich dann fertig mache zur Arbeit.
Als die Katzen zufrieden waren, stellte ich den vollen Müllbeutel vor die Wohnungstür, um ihn später an die Tonne zu bringen. In der Dämmerung sah ich – und erkannte, was der Begriff „Morgengrauen“ bedeutet. `Wieder ins Bett´ konnte ich mir abschmatzen.
Das war Nachts passiert:
Als Michael zum Abort ging, wollte unser neugieriger Kater von aussen aufs Fensterbrett springen und reingucken. Er hatte aber von unten den Pflanzenkasten nicht gesehen, den ich gestern da hin gestellt hatte.
Im Sprung ist er voll dagegen geprallt, riss ihn mit und alles fiel polternd die Treppe hinunter. Es hat wohl weh getan, daher der jämmerliche Schrei.
Erst ärgerte ich mich, musste aber doch schmunzeln.
Den „Poltergeist“ habe ich untersucht und keinen Schaden an ihm entdeckt. Er ließ sich ausgiebig graulen.
Leise, um nicht alle Hausbewohner zu wecken, beseitigte ich den Schaden und kehrte die Treppe. Nun war ich wirklich hellwach. Was tun? Ich schnappte mir meinen Wäschekorb und bügelte.
Den kleinen Pflanzkasten siehst Du oben auf dem Foto – allerdings waren jetzt die Blumen schon fast verblüht. Die nächtlichen Polterer zeige ich Euch hier auch.
Sehen sie nicht aus wie die allerunschuldigsten Unschuldsengel?
Es sind die liebsten Schmusetiere, die man sich vorstellen kann!
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