Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.
Pitti berichtet von seiner Reise
"zu den Wurzeln des Christentums"
Für den 3. Advent musste ich mit meinen drei Rentieren eine längere Reise auf mich nehmen. Ich bin nur froh, dass das Alphabet nur 26 Buchstaben hat. Sonst würde ich meine Heimat in diesem Leben nicht mehr wiedersehn. Das „K“ das mir vorgegeben war, schickt mich in eine Landschaft, die karg und schroff ist. In Dänemark nahm ich Abschied von der Zivilisation und bereitete mich auf ein Leben in Askese vor.
11.12.
„
“ Katharinen-Kloster, Sinai / Ägypten
Die Hochebene der Halbinsel-Sinai gehört zu den heiligsten Stätten der christlichen Glaubenswelt. Der Legende nach soll auf dem 2280 m hohen Mosesberg, der Volksmund nennt ihn Dschebel Musa, Gott sich durch den brennenden Dornbusch Moses offenbart haben. Auf dem weiter unter gelegenen Katharinenberg soll er schließlich die beiden 10 Gebotstafeln empfangen haben.
Genau am Fuße des Berges Sinai (ca. 1570 m) befindet sich das Katharinen Kloster.
Im Jahre 324 ließ Kaiserin Helena eine Kapelle an der Stelle errichten an dem der Brennende Dornbusch gewirkt haben soll. 209 Jahre danach lässt Kaiser Justinian I. zum Schutz der Mönche das Kloster bauen, das im Jahr 565 fertiggestellt wurde.
Das Kloster war ursprünglich Maria, der Mutter Jesu, geweiht. Weil zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert die Gebeine der hl. Katharina von Alexandrien auf dem „Gebel Katarīn“ gefunden und ins Kloster gebracht wurden, erhielt es seinen heutigen Namen „Katharinenkloster“. Allerdings ist das historisch nicht belegt.
Es wird berichtet, dass sich der spätere Prophet Mohammed hier mehrfach aufgehalten haben soll. Später, als Prophet, garantierte er dem Kloster brieflich seinen Bestand, der auch über die Jahrhunderte gesichert bleiben sollte.
Erst am Anfang des 11. Jahrhunderts drohte der Kalif el-Hakim (996 – 1021) das Kloster zu zerstören, dem die Mönche mit dem Bau einer Moschee samt Minarett begegnen konnten. Dennoch wurden die Mönche zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert noch mehrfach vertrieben, das Kloster wurde aber nie zerstört. Während seines Ägypten-Feldzuges garantierte auch Napoléon Bonaparte 1800 Jh. dem Kloster seine Rechte in seinem Schutzbrief.
Die Basilika des Klosters betritt man heute noch durch ein ca. 1450 Jahre altes Eingangsportal, welches Kaiser Justinian I. anfertigen lies. Die Basilika selbst ist mit Ikonen von unschätzbarem Wert geschmückt. Ein weiterer Schatz des Klosters ist eine Sammlung von einzigartigen Handschriften aus der Frühzeit des Christentums. Die Bibliothek enthält, neben dem Vatikan, die wertvollste Schriftensammlung der Welt. Die wertvollste ist der Codex Sinaiticus, eine handgeschriebene Bibel aus dem 4. Jh., welche heute im Britischen Museum in London zu bewundern ist.
:
Nun mache ich mich wieder aus dem Staub, denn die
Trockenheit macht mir zu schaffen. Aber im Ernst, ich freue mich auf zu Hause. Bis bald, am 4. Advent in R.
„Ich wünsche weiterhin ALLEN Reisenden
und allen daheim
eine schöne Adventszeit!“
*Pitti *
zusätzliche Links:
interessante Videos:
Auf den Spuren des Moses, Teil 1
Auf den Spuren des Moses, Teil 2
Die zehn Gebote
Katharinenkloster, Sinai
http://www.youtube.com/watch?v=jVhw4hGfWpY
Hätte er lieber drei Kamele dabei haben sollen, anstelle der drei Rentiere?
Die obigen Fotos sind natürlich nicht auf dem Sinai, sondern in MZ, WI und F aufgenommen.