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Eine Stunde vor Mitternacht am 12. Dezember 2008 erreicht der Vollmond,
der um 17:37 Uhr aufgeht, seine größte Nähe zur Erde.
Die Distanz beträgt 356.570 Kilometer.
In dieser Nacht sieht man den größten Mond des Jahres 2008!
Das Zusammenfallen von Vollmond und Erdnähe führt zu extremen Gezeiten.
Mit Springfluten ist zu rechnen.
Was ist das - Springflut?
Ebbe und Flut entstehen hauptsächlich durch die Anziehungskraft des Mondes.
Je nachdem, wo man sich auf der Erdoberfläche befindet, wirkt die Mond-gravitation unterschiedlich stark: Je näher der Betrachter dem Mond ist, desto intensiver wirkt dessen Anziehungskraft. Auf diese Unterschiede in der An-ziehung reagiert das Wasser der Ozeane - es bildet Flutberge und Ebbetäler,
die feste Erde ist zu starr für einen sichtbaren Effekt. Der Rhythmus der Gezei-
ten - einmal Ebbe und einmal Flut innerhalb von 12 Stunden und 25 Minuten -
wird vom wechselnden Stand des Mondes vorgegeben.
Die Gezeiten werden allerdings auch von der Anziehungskraft eines viel grö-
ßeren Himmelskörpers beeinflusst - von der Sonne. Sie übt zwar im Vergleich
zum Mond nur 46 Prozent der Gezeitenkraft auf das Meerwasser aus, aber das reicht aus, um die Höhe von Flut und Ebbe erheblich zu variieren.
Die Auswirkung verzögert sich in der Deutschen Bucht um ein bis drei Tage.
Auch tektonische Beben können um die Vollmondtage auftreten.
Was ist das - tektonisches Beben?
Erdbeben entstehen, wenn zwei Platten aufeinanderstoßen und sich vertikal verschieben, also wenn eine Schicht unter oder über die andere rutscht. Im
Falle Alaskas gleitet die Pazifik-Platte unter die nordamerikanische. Circa 90 Prozent aller Erdbeben sind solche tektonische Beben, auch Dislokations-
beben genannt.