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Jack London´s Leben symbolisiert die Macht des Willens. Er war
der erfolgreichste Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts in
Amerika. Seine kraftvolle Geschichten von Menschen und Tiere
gegen die Umwelt und vom Überleben gegen Härten entsprin-
gen vor allem seiner eigener Erfahrung.
Jack London, ein uneheliches Kind, verbrachte seine Kindheit
in Armut in den Slums von Oakland. Im Alter von 17 Jahren wag-
te er sich aufs Meer und heuerte er auf einem Handelsschiff an.
Zum Wendepunkt in seinem Leben kam es während einer drei-
ßigtägigen Haft. Er beschloss, sich zu bilden und eine Karriere
als Schriftsteller zu machen.
Seine bekanntesten Erzählungen „Der Ruf der Wildnis“ und
„White Fang“ tragen autobiografische Züge aus den Jahren der
Goldsuche im Klondike.
Seinen besten Roman „Der Seewolf“ schrieb er aufgrund seiner
Erfahrungen auf dem Meer. Seine Arbeit umfasst die Konzepte
des Darwinismus und uneingeschränkten Individualismus in der
Erforschung der Gesetze der Natur.
Zurückgezogen auf seiner Ranch in der Nähe von Sonoma starb
er 1916 im Alter von 40 Jahren an verschiedenen Krankheiten und medikamentösen Behandlungen vermutlich an Nierenversagen.
Verfilmung "Der Seewolf" 1971. Am Anfang war die Kartoffel
Niemand wird diese Szene je vergessen: Raimund Harmstorf, alias
Wolf Larsen betritt Mugridge's Kombüse, greift sich eine der Kar-
toffeln, die van Weyden gerade schält und zerdrückt sie mit der
bloßen Hand. Und die Frage, ob die Kartoffel denn nun roh oder
gekocht war, beschäftigte anderntags die gesamte Nation. Wer sich
mit Film auch nur im mindesten beschäftigt hat, dem dürfte klar sein,
daß die Kartoffel in jedem Fall gekocht war, denn kein Regisseur
würde ein so dummes Risiko eingehen. In zahllosen Fernsehauf-
tritten hat Darsteller Raimund Harmstorf dann aber bewiesen, daß
er durchaus fähig war, auch eine rohe Kartoffel auf diese Weise zu
pürieren. Doch war das bei weitem nicht die einzige Szene, die den
Erfolg dieser ungewöhnlichen Verfilmung ausgemacht hat. Der
Seewolf war seinerzeit ein Straßen-
feger mit einer "Traumquote", wie man in der heutigen Medienwelt
sagen würde. Der Vierteiler wurde bislang am häufigsten wiederholt,
in verschiedene Sprachen übersetzt und schaffte es in einer gekürz-
ten Fassung sogar ins Kino.