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Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.

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Goethe´s 260. Geburtstag

Wenn die größten Deutschen genannt werden, ist er immer unter den Ersten:

  Johann Wolfgang von Goethe

geboren am 28. August 1749 in Frankfurt a. M., † 22. März 1832 in Weimar.

Ich kann gar nicht aufzählen, was er alles getan hat. Nur mal ein Blick auf seine Dicht- und Schriftstellerkunst, einige der berühmten Werke:
Faust - Iphigenie - Egmont - Der Erlkönig - Die Leiden des jungen Werther.
Seine Reise nach Italien hat ihn ebenfalls inspiriert. Auch als Maler war er begabt.

Seine Genialität wirkt sich auch heute noch aus:
Zum 200. Geburtstag von Goethe wurde am 28.8.1949 die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in der Frankfurter Paulskirche gegründet. Die Akademie hat ihren Sitz in Darmstadt und gibt jedes Jahr den Georg-Büchner-Preis heraus.
Das Goethe-Institut  vermittelt im Ausland Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur. Es ist internationaler Marktführer für Deutschunterricht, ob für Alltag, Freizeit, Beruf oder Studium.
Zahllose ausländische Studenten beginnen ihre Zeit in Deutschland mit einem oder mehreren Semestern am Goethe-Institut.

Johann Wolfgang von Goethe war ein Genießer mit allen Sinnen.
Seine Freude an schönen Dingen brachte er zum Beispiel zum Ausdruck mit:

Metamorphose der Pflanzen

Dich verwirret, Geliebte, die tausendfältige Mischung
dieses Blumengewühls über dem Garten umher.
Viele Namen hörest du an, und immer verdränget
mit barbarischem Klang einer den andern im Ohr.
Alle Gestalten sind ähnlich, und keine gleichet der andern;
Und so deutet das Chor auf ein geheimes Gesetz,
auf ein heiliges Rätsel.
O könnt' ich dir, liebliche Freundin,
überliefern sogleich glücklich das lösende Wort!

Werdend betrachte sie nun, wie nach und nach
sich die Pflanze, stufenweise geführt,
bildet zu Blüten und Frucht.
Aus dem Samen entwickelt sie sich, sobald ihn der Erde.
Stille befruchtender Schoß hold in das Leben entlässt,
und dem Reize des Lichts, des heiligen, ewig bewegten,
gleich den zärtesten Bau keimender Blätter empfiehlt.

Einfach schlief in dem Samen die Kraft.
Ein beginnendes Vorbild lag, verschlossen in sich,
unter die Hülle gebeugt, Blatt und Wurzel und Keim,
nur halb geformet und farblos.
Trocken erhält so der Kern ruhiges Leben bewahrt,
quillet strebend empor, sich milder Feuchte vertrauend,
und erhebt sich sogleich aus der umgebenden Nacht.
Aber einfach bleibt die Gestalt der ersten Erscheinung.
Und so bezeichnet sich auch unter den Pflanzen das Kind.

Gleich darauf ein folgender Trieb, sich erhebend, erneuet,
Knoten auf Knoten getürmt, immer das erste Gebild.
Zwar nicht immer das gleiche; denn mannigfaltig erzeugt sich,
ausgebildet, du siehst's, immer das folgende Blatt.
Ausgedehnter, gekerbter, getrennter in Spitzen und Teile,
die verwachsen vorher ruhten im untern Organ.

Und so erreicht es zuerst die höchst bestimmte Vollendung,
die bei manchem Geschlecht dich zum Erstaunen bewegt.
Viel gerippt und gezackt, auf mastig strotzender Fläche,
scheinet die Fülle des Triebs frei und unendlich zu sein.
Doch hier hält die Natur, mit mächtigen Händen,
die Bildung an und lenket sie sanft in das Vollkommnere hin.

Mäßiger leitet sie nun den Saft, verengt die Gefäße.
Und gleich zeigt die Gestalt zärtere Wirkungen an.
Stille zieht sich der Trieb der strebenden Ränder zurücke
und die Rippe des Stiels bildet sich völliger aus.
Blattlos aber und schnell erhebt sich der zärtere Stengel,
und ein Wundergebild zieht den Betrachtenden an.

Rings im Kreise stellet sich nun,
gezählet und ohne Zahl,
das kleinere Blatt neben dem ähnlichen hin.
Um die Achse gedrängt, entscheidet der bergende Kelch sich,
der zur höchsten Gestalt farbige Kronen entlässt.
Also prangt die Natur in hoher, voller Erscheinung.
Und sie zeiget, gereiht, Glieder an Glieder gestuft.

Immer staunst du aufs neue, sobald sich am Stengel die Blume
über dem schlanken Gerüst wechselnder Blätter bewegt.
Aber die Herrlichkeit wird des neuen Schaffens Verkündung.
Ja, das farbige Blatt fühlet die göttliche Hand.
Und zusammen zieht es sich schnell.
Die zärtesten Formen, zwiefach streben sie vor,
sich zu vereinen bestimmt.

Traulich stehen sie nun, die holden Paare, beisammen.
Zahlreich ordnen sie sich um den geweihten Altar.
Hymen schwebet herbei, und herrliche Düfte, gewaltig,
strömen süßen Geruch, alles belebend, umher.
Nun vereinzelt schwellen sogleich unzählige Keime.
Hold in den Mutterschoß schwellender Früchte gehüllt.
Und hier schließt die Natur den Ring der ewigen Kräfte.
Doch ein neuer sogleich fasset den vorigen an,
dass die Kette sich fort durch alle Zeiten verlänge
und das Ganze belebt, so wie das Einzelne, sei.

Wende nun, o Geliebte, den Blick zum bunten Gewimmel,
Das verwirrend nicht mehr sich vor dem Geiste bewegt.
Jede Pflanze verkündet dir nun die ew'gen Gesetze.
Jede Blume, sie spricht lauter und lauter mit dir.
Aber entzifferst du hier der Göttin heilige Lettern,
überall siehst du sie dann, auch in verändertem Zug.
Kriechend zaudre die Raupe, der Schmetterling eile geschäftig.

Bildsam ändre der Mensch selbst die bestimmte Gestalt.
O, gedenke denn auch, wie aus dem Keim der Bekanntschaft
nach und nach in uns holde Gewohnheit entspross,
Freundschaft sich mit Macht aus unserm Innern enthüllte.
Und wie Amor zuletzt Blüten und Früchte gezeugt.
Denke, wie mannigfach bald die, bald jene Gestalten,
still entfaltend, Natur unsern Gefühlen geliehn!

Freue dich auch des heutigen Tags!
Die heilige Liebe strebt zu der höchsten Frucht
gleicher Gesinnungen auf, gleicher Ansicht der Dinge,
damit in harmonischem Anschaun
sich verbinde das Paar, finde die höhere Welt.


Die Fotos habe ich in der "Domäne Mechtshildshausen", Wiesbaden-Erbenheim, gemacht. Das ist ein großer Bio-Bauernhof.

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J
Das ist wieder mal was Schönes von unserem Nationaldichter. aber noch schöner sind Deine Fotos mit den Malven und den Mädchenaugen. Irgendwo, ich glaube im "Magazin" habe ich mal einen Artikel über Goethe gelesen, da kam er nicht so gut weg als Mensch und als Gedichte-Vielschreiber. Finde das aber nicht mehr oder habe es weitergegeben. Aber - schön, dass wir ihn haben!!!<br /> Liebe Grüße<br /> Joachim
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X
<br /> Ich freue mich immer, wenn Du mir die Namen der Blumen nennst! Ich kenne nur die Namen, die wohl jede/r kennt und erfreue mich an jedem Unkraut in meinem Mini-Garten.<br /> Goethe mag ich, weil er so vielseitig war. Habe vor ca. 1 Jahr den "Werther" zum ersten Mal gelesen und war wirklich gefesselt, obwohl das Werk schon so alt ist.<br /> Vielen Dank für Deine häufigen netten Kommentare. Tut mir leid, dass ich so langsam<br /> bin mit dem Beantworten. LG Xammi<br /> <br /> <br />