Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.
Wir sind schon auf der Reise von Schottland nach Italien.
Heute haben wir 4 besondere Fluggäste dabei. 2 Weihnachtsmänner und 2 Weihnachtsfrauen. Sie sind mit ihrer Arbeit fertig und haben nach der Schufterei ein bisschen Erholung verdient.
So nehmen wir sie mit nach Bella Italia. Hier lukt schon die eine Nicoletta hervor. Sie freut sich und sagt danke.
Unser Sternenpferd hat ein entzückendes Filmchen mitgebracht, worauf seine Familie zu sehen ist. Dabei vergeht die Zeit im Flug.
Pegasus selbst ist nicht drauf. Irgendeiner musste den Film ja drehen.
http://www.youtube.com/watch?v=-koZBg0iOrw&feature=related
6.12. Florenz / Italien
In unserem Adventsort
Florenz
setzt mich Pegasus direkt vor einem der ältesten und berühmtesten Kunstmuseen der Welt ab, den Uffizien. Darin befinden sich bedeutende Gemälde, nur um eins von vielen zu nennen, "Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli. Hier seht Ihr eine Auswahl der Gemälde in den Uffizien.
Im Moment fühle ich mich gar nicht wohl, denn ich stehe hier im Nieselregen ohne Schirm. Es ist früh morgens und alles hat noch zu. Zum Glück ist es nicht kalt. Da fällt mir ein, dass mein Anorak ja eine im Kragen versteckte Kapuze hat. - So. Gleich besser.
Ich beginne meinen Bummel durch Florenz. Kommt mit! Wir haben einen ganzen Tag Zeit. Was ich gelesen habe, stimmt: "Wer die Uffizien in Ruhe besuchen möchte und auch die anderen Schätze von Florenz genießen möchte, ohne zwischen Besuchermassen aufgerieben zu werden, der kommt am besten im Winter. In den Monaten von November bis März gehört Florenz noch den Florentinern, die Atmosphäre ist typischer und viel entspannter. In den kleinen Restaurants fühlt man sich jetzt wie ein Florentiner, und unvergleichlich romantisch bieten sich die winkeligen Gassen der Altstadt in den Wintermonaten dar, wenn sie verlassen sind von den Gruppen hektisch hindurch eilender Touristen."
Oh, da hat schon ein Café auf. Gleich rein und schön, ausgiebig frühstücken. Der letzte Schluck Kaffee bleibt mir fast in der Kehle stecken, als ich die gesalzene Rechnung bekomme. Ja, so viel Sehenswürdigkeiten wie es in dieser Stadt gibt, das lassen die Florentiner die Touristen was kosten!
Jetzt ist das Stichwort "Florentiner" gefallen. So heißen die Einwohner von Firenze = Florenz. So heisst auch das berühmte Gebäck, das in Florenz erfunden wurde und besonders gerne, wie bei uns die Weihnachtsplätzchen, in der Adventszeit gegessen wird.
Also, mir ist da Weihnachten egal. Ich esse Florentiner immer gerne.
In der Renaissance, das ist die historische Epoche des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit zwischen 1400 und 1600, beglückte Florenz die Welt mit zahlreichen Erfindungen: da Vincis Entwürfe, die Brille oder die perspektivische Malerei, um nur einige zu nennen.
Doch auch die Innovationskraft der Florentiner Zuckerbäcker war enorm, und so schufen sie das gleichnamige Gebäck aus Mandelsplittern, Orangeat und Gewürzen. Idealerweise dermaßen mit Honig überzogen, dass es dem Genießer die Plomben aus den Zähnen zieht. Traditionsbewusste Konditoren prägen ein Wellenmuster in die mit Schokolade überzogene Unterseite.
Wir finden in Florenz zig Varianten dieser weltbekannten Spezialität. Himmlich! Ich muss bloß aufpassen, dass es mir beim vielen Probieren nicht übel wird.
Einfach und gut ist dieses Rezept, so wie ich sie selbst gerne mache: Florentiner
Raffinierte Varianten, wo mir das Wasser im Mund zusammenläuft, bieten diese Rezepte: ein Gebäck aus Mandeln und Honig
Jetzt sind auch die Läden geöffnet. Machen wir einen Stadtbummel. Es herrscht das übliche Großstadttreiben. An allen Ecken und Plätzen stehen schön geschmückte Christbäume. Es begegnen uns viele Babbo Natale, das sind Weihnachtsmänner. Sie heissen hier "Nicolo". Aber auch "Nikolettas" erkenne ich an der typischen roten Kopfbedeckung mit weißer Bommel.
Durch die alte Stadt mit vielen kunstvoll verzierten Prachtgebäuden bummeln wir zum Fluss Arno. Auf der Ponte Vecchio, der ältesten Brücke, bleibe ich lange an den Auslagen der Goldschmiede stehen. Da wären ein paar tolle Schmuckstücke, die ich gerne an Weihnachten wiedersehen würde!
In den Schaufenstern der Stadt sehen wir die allerneueste Mode - Mailand ist nicht weit. Viele Kunstgegenstände, Antiquitäten und natürlich die Dinge des täglichen Lebens werden feilgeboten. Es glitzern und schimmern die weihnachtlichen Dekorationen noch mehr als bei uns. Wie hübsch und vielfältig die Krippenfiguren sind. Aber hallo, diesen "Heiligen" kennen wir doch: Signore Berlusconi als Krippenfigur!
Irgendwie unpassend wirkt zwischen den Krippenfiguren die Figur einer Hexe auf einem Besen. Übrig geblieben von Halloween? Ich erkundige mich. Das ist die Befana. Der Legende nach hat sich Befana zu spät aufgemacht, um das Jesuskind in der Krippe zu beschenken. Seitdem saust sie am 6. Januar als alte Hexe mit Besen durch die Lande und hinterlässt in jedem Haus Geschenke für die Kinder. Dabei hofft sie, dass irgendwann einmal das Jesuskind darunter ist und sie erlöst.
Mensch, haben die italienischen Bambini es gut,
zweimal Bescherung, doppelt beschenkt!
Infos zum Lesen und Gucken:
- Die Uffizien: http://www.reise-nach-italien.de/uffizien.html
und
- Kirchen, Paläste und Museen in der Stadt der Medici, ein ausführliches Google-book: Klaus Zimmermanns Dumont Kunst-Reiseführer .
Zum Abschluss trinken wir ein Glas Chianti. Schließlich sind wir ja in der Toskana, dem Anbaugebiet dieser Rotweinrebe. Gut gelaunt sagen wir "Arrivederci Firenze!"
Unser nächster Adventsort
liegt im Norden.
Morgen reisen wir nach G. Begleitet mich wieder!
Eure Xammi