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Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.

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Ein Herbstgedicht

 

Der Herbst


Ihr Wälder, seid gegrüßt, vom letzten Grün bekleidet,

Du gelblich Laub, zerstreut auf diese Wiesenflur,

  Du letzter schöner Tag! – Dem Herzen, welches leidet,

Stellt sich so lieblich dar die Trauer der Natur.  http://data6.blog.de/media/182/4149182_7ebe2c031c_m.jpgJulian Alden Weir, Autumn Rain, 1890

 

Nachdenklich folgt mein Schritt dem unbesuchten Steige,
Und gerne mag ich schaun hinauf zum letztenmal
Ins blasse Sonnenlicht, das mählich durchs Gezweige
Die Nacht vor meinem Fuß durchdringt mit seinem Strahl.


Aus dem verhüllten Aug in diesen Herbstestagen,
Der sterbenden Natur ein größrer Reiz entflieht;
Das letzte Lächeln ists vom Freund, ein Abschiedsagen
Von Lippen, die der Tod nun bald auf ewig schließt.

 

Zu scheiden so bereit vom Horizont des Lebens,
Der Hoffnung langen Strom betrauernd, der verfloss,
Noch einmal umgekehrt, betracht ich, ach, vergebens
Die Güter, die es gab und die ich nicht genoss.


Natur, so hold und sanft; o Erd, o Sonn, o Tale,
Wie wurde nicht um euch mein Aug am Grabe feucht!
So durftig ist die Luft, das Licht so rein vom Strahle,
Dem Blick des Sterbenden so schön die Sonne deucht.

 

Ja, leeren möcht ich jetzt den Becher bis zur Hefe,
Aus dem ich Nektar oft, doch oft die Galle trank;
Vielleicht, dass ich zuletzt ein Tröpfchen Honig träfe,
Das in des Lebens Kelch etwa zu Grunde sank.

 

- von Alphone de Lamartine,

dessen 220. Geburtstag heute ist (1790-1869) -

   

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