Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.
Mit unserem Kater Otto müssen wir regelmäßig zum Tierarzt.
Schon im Auto geht es los. Er hat Angst. Im Wartezimmer geht´s weiter, der Höhepunkt ist im Behandlungszimmer. Es wird geschrien, hyperventiliert, gepinkelt und gekackt, dass es nur so stinkt und kracht. Erst auf dem Heimweg beruhigt Otto sich. Bis wir daheim ankommen, ist er dann wieder okay.
Die letzten drei Male sind wir mit dieser einen Katze zu zweit zum Tierarzt. Einer fuhr, einer setzte sich mit Otto im Transportkorb auf die Rückbank. Das hilft. Er regt sich kaum noch auf.
Im Tierarztwartezimmer ist immer allerhand los. Erstaunlich, wie geduldig und ruhig die verschiedenen Tiere sind. Ich habe noch nie erlebt, dass sie aufeinander losgehen. Die meisten sind selbstverständlich sowieso in Boxen.
Gestern war das Wartezimmer voll, fast nur kleine Hunde. Ein Opa war da mit seinem etwa 10jährigen Enkel und einem Terrierwelpen. Der war goldig, wuselte überall herum. Neben mir saß eine ältere Dame mit einer kleinen Yorkshire-Hündin auf dem Schoß. Die war schon 16 Jahre alt, hatte nur noch zwei Zähne. Mein Mann unterhielt sich mit dem Besitzer einer riesigen Dogge. Otto hat sich scheint´s endlich an die Tierarztumgebung gewöhnt, er war ruhig und friedlich. Ich las eine Zeitschrift, als plötzlich das Hündchen der Dame einen Fuß auf mein Knie setzte, mir mit seinem Kopf ganz nah kam und mir direkt in die Augen sah.
Ich fragte die Dame, ob die Kleine auf meinen Schoß will. Ja, sie wollte mit mir schmusen. So kommste auf ´n Hund! - Besser gesagt, der Hund auf mich. Die nächsten 20 Minuten hatte ich das Yorkshire-Hündchen bei mir. Sie drückte ihren Kopf an meine Wange und ließ sich genüsslich kraulen.