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Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.

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Gut gekaut ist halb verdaut

Gut gekaut ist halb verdaut!

Auf jeden Fall ist es gesund, das Essen nicht herunterzuschlingen wie ein halbverhungerter Wolf.

 

"Ich werde das jetzt auch machen. Ich kaue mein Essen gründlich, bevor ist es schlucke", nahm ich mir vor, nachdem ich im Blog "Alles Mögliche und Unmögliche von Cebulon" den 2. Teil "Fletschern, Schmauen, gründlich kauen" gelesen hatte. An meinen Erfahrungen damit will ich Euch gerne teilhaben lassen.

 

Zuerst sollt Ihr wissen, worum es geht. Hier sind die drei Artikel vom "Cebu" Hans:

Fletschern_Schmauen_grundlich_kauen_Teil_1

 -- Fletschern_Schmauen_grundlich_kauen_Teil_2  

-- Fletschern_Schmauen_grundlich_kauen_Teil_3

 

 

Nun ich.

 

Mein neues Leben mit gut gekautem Essen begann an einem Sonntagmorgen beim Frühstück.

Hmmm. Ein Olivenbrot mit Frischkäse entwickelt tatsächlich einen ganz anderen Geschmack, wenn man es gut kaut! Still genieße ich die kleinen Bissen, die ich im Mund hin- und herwälze. Derweil hat Michael schon längst aufgegessen und sich der dicken Wochenendausgabe unserer Zeitung gewidmet. Fertig, er legt sie beiseite, während ich mein letztes Brotstückchen in den Mund schiebe. "Tut Dir etwas weh, Xammi?" - Ich: "Nein." - Er: "Du isst heute so langsam...?"

Also habe ich ihm mein Vorhaben erklärt. "Sehr vernünftig!", beschied er mir.

 

Nach unserem Sonntagsvormittagssparziergang kehren wir beim Lieblingsitaliener ein und bestellen beide Spaghetti, ich á la Amatriciana. In der würzigen Tomatensoße sind Schinken- und Zwiebelwürfel. Unglaublich, wie lange man auf so einem Schinkenspeckstückchen herumkauen muss, bis es breiig ist. Ja, es schmeckt prima. Ich brauche eine Ewigkeit. Sonst hatte ich schon immer alles hinuntergeschlungen, während auf Michas Teller noch die Hälfte liegt. Heute liegt bei mir noch über die Hälfte, und er ist fertig.

Domenico, der Wirt, fragt besorgt, ob etwas nicht in Ordnung ist. Doch! Ich erkläre es ihm. "Sehr vernünftig!", beschied auch er.

Mittlerweile sind die Nudeln kalt. Zwar immer noch lecker, aber ich habe keine Lust mehr und bestelle einen Cappuccino.

 

Mein zweiter Tag. Montag, Arbeitstag.

Mein Frühstücksbrot habe ich daheim geschmiert, am Bahnhof einen Coffee-to-go gekauft und sitze jetzt in der Bahn nach Frankfurt. 40 Minuten Fahrtzeit. Gemütlich beiße ich kleine Stücke ab, kaue gründlich. Die Erfahrung, dass ich besser keine großen Brocken abbeiße, habe ich ja gestern früh schon gemacht. Große Stücke werden immer mehr im Mund, bäumen sich auf, füllen alles bis zur Nase auf, wollen in die Ohren. Sie stören total.

Ich freue mich. Das gut kauen klappt prima.

 

Dann bei der Arbeit. Kollegin Mina hat eine große Schachtel Gummibärchen mitgebracht, süße Mäuse und lauter Kaubonbon-Zeugs. Hast Du schonmal versucht, sowas gründlich zu kauen? Fehlanzeige! Das flutscht einfach so runter. Achjeh. Schnell flutscht noch ein Stück Schokolade hinterher.

 

Mittags in der Kantine, wo ich heute ausnahmsweise esse. Es gibt Kalbsbraten mit Semmelknödeln und Pilzsoße. Sieht gut aus. Der Braten ist perfekt - mager und saftig zugleich. Geht gut, ihn gründlich zu kauen.

Aber die Klöße!

Schon nach 5 Kaubewegungen merke ich, dass ich sie besser schlucken oder spucken täte. Zuerst Mehlprappsgeschmack, dann leichtes Bitzeln auf der Zunge, aber je länger ich kaue, destomehr entfaltet sich ein Chemielabor an meinem Gaumen. Igitt!!!

Die Soße hat auch einen Beigeschmack nach allem, was die Industrie uns gerne auf den Verpackungen verschweigen möchte - aber ab 2014 nicht mehr darf. Ujeh, was für ein wirrer Cocktail. Dagegen stört es mich jetzt nicht mehr, dass die Pilzfitzelchen zusammengesetzt nicht mal zwei ganze kleine Pilze ergeben dürften. Die sind mir nämlich auch nicht geheuer.

 

147 Äpfelchen

Nachmittags esse ich einen Apfel, kaue und genieße. Das ist gut. Wenigstens den habe ich richtig vorverdaut.

 

Dienstag. Der dritte Versuchtstag "Gut gekaut ist halb verdaut". Heute geht es mal gut.

Mittwoch.

Wie in den letzten Tagen esse ich mein Brot im Zug, lese dabei Zeitung. ... Plötzlich merke ich: "Ei, wo ist es denn, mein Brot?" Schon aufgefuttert. Ich war in die alte Runterschlingerei zurückgefallen.

 

Bei der Arbeit. Zwischendurch ein paar Gummibärchen. Wie vorgestern. Die lassen sich nicht kauen! Ich sollte sie besser sein lassen. Auwei, geht das?

 

Mittags. Ein paar Ecken weiter ist ein gutbürgerliches Lokal mit Stammessen. Ich erzähle meiner Kollegin Ingrid auf dem Weg, was ich mir vorgenommen habe. Sie bleibt völlig unbeeindruckt. Im Lokal ist unser Tisch vollbesetzt und interessante Unterhaltungen sind im Gange. Ich beteilige mich natürlich lebhaft.

Und siehe da - der Teller ist mir nichts, dir nichts  l e e r .

Mist, wieder nicht gut genug gekaut!

Aber Leute - ICH LASSE MICH NICHT UNTERKRIEGEN! Schon gar nicht von meinen blöden Angewohnheiten. Ich pack es!

 

Fazit: Wenn ich mich aufs Essen konzentriere, habe ich mehr davon und brauche weniger. Ich kaue gründlich. Je mehr ich abgelenkt bin, falle ich ins alte Verhalten zurück. Kritisch ist das, zu essen während man sich mit anderen unterhält.

Da fällt mir ein, was Mutti und Oma mir schon als Kleinkind beibrachten:

Beim Essen spricht man nicht!!

 

Nachts bin ich wach. Ich schreibe dem Cebu einen Kommentar zum 3. Teil seines Artikels "Fletschern, Schmauen, gründlich kauen".

Er kommentiert Mittags zurück, dass er immer dachte, Frauen sind multitaskingfähiger als Männer. - So ein sarkastischer Kommentar fehlt mir grad noch. Cebulon schreibt aber auch, dass er es nach einer Verfehlung immer beim nächsten Mal wieder besser gemacht hat. - Das ist weise vom Cebulon-Hans.

So mache ich es jetzt auch.

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C
<br /> Musstest du mich denn jetzt daran erinnern? :-( Morgen fängt doch wieder eine Frühschichtwoche an, und ich muss um 4.00 Uhr früh aufstehen (Schauder!).<br /> <br /> Naja, die Knöpfe haben noch gehalten, aber gerade mal so! ;-)<br /> <br /> Wie ist es denn mit deinen Knöpfen? Merkst du da schon etwas Entspannung durch das Kau-Training?<br /> <br /> <br />
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X
<br /> <br /> Ein Tag ist ja schon überstanden *tröst*.<br /> <br /> <br /> Und wenn Du das liest, ist sicher der 2. Tag auch schon herum *nochmal tröst*.<br /> <br /> <br /> Du machst das schon!!!<br /> <br /> <br /> <br />
C
<br /> Endlich mal jemand der auf mich hört, und dann auch noch eine Frau! Ich bin begeistert! ;-)<br /> <br /> Das mit dem Chemielabor schreibt der Herr Schilling übrigens auch in seinem Buch. Es rutscht eine Menge Müll in unseren Bauch wenn wir es "ungeschmeckt" hinunterschlucken.<br /> <br /> Ich hoffe mein bisschen Sarkasmus wird mir verziehen, fällt alles unter: Was sich liebt das neckt sich und ist auf keinen Fall böse gemeint! ;-)<br /> <br /> <br />
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X
<br /> <br /> Hoffentlich sind jetzt nicht an Deinen Hemden, die Du in den letzten 2 Tagen anhattest, sämtliche Knöpfe abgeplatzt - bei der vor Stolz geschwollenen Brust!<br /> <br /> <br /> So schlimm wie bei den Kunststoff-Semmelknödeln war es bisher zum Glück doch nicht wieder. Leider musste ich die Chemie schlucken, denn in einem vollbesetzten Lokal auszuspucken, das habe ich<br /> mich nicht gewagt.<br /> <br /> <br /> Sarkasmus. Achja - so einem Mann, was soll man dem übelnehmen? Morgen muss die arbeitende Bevölkerung wieder ran. Also<br /> Du bist gemeint. Ich aber auch. So wünsche ich Dir, lieber Hans (und mir natürlich auch) eine angenehme, unfallfreie (!!!!) Arbeitswoche.<br /> <br /> <br /> Tschüss, Xammi<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />