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So ziemlich genau in der Mitte zwischen Rüsselsheim und Mörfelden, wenn Du in Rüsselsheim Ost von der A66 runterfährst und rechts abbiegst und ein Stück auf der Straße durch den Wald gefahren bist, da liegt Mönchbruch. Wenn Du nicht aufpasst, bist Du schon vorbeigefahren, denn Mönchbruch besteht aus genau zwei großen Gebäuden und ein paar Parkplätzen. Rechts von der Straße ist die Gaststätte und Hotel Mönchbruchmühle. Das war einmal eine echte Mühle. Leider ist das Mühlrad nicht mehr da. Die alten Fachwerkgebäude sind schön hergerichtet. Die Mönchbruchmühle ist eine noble Gaststätte. Unspektakulär, ganz einfach und sehr schön ist vorndran der große Äppelwoigarten. In dieser beliebten Ausflugsgaststätte sitzt man angenehm unter alten Kastanienbäumen. Die Preise sind auch durchschnittlich und moderat. Das andere Gebäude ist links neben der Straße ein ehemaliges Jagdschloss. Jetzt ist darin ein Standesamt, dazu gehört ein Hotel und eine Gaststätte für Feierlichkeiten. Edel.
Das Beste an dieser idyllischen Ecke ist die Landschaft, wo man genussvoll sparzieren gehen oder Rad fahren kann. Hinter der Mönchbruchmühle ist ein Wasserschutzgebiet. Bei dem Jagdschloss beginnt ein Naturschutzgebiet mit Wiesen, Bächen, Wald. Natur pur. Es sind bequeme Wege angelegt. Mit etwas Glück kann man Rehherden beobachten oder trifft ein Wildschwein (ob das aber Glück ist?).
Paps hat sich von seinem Schlaganfall, den er im Januar erlitten hatte, schon erstaunlich gut erholt. Er ist eben ein Energiebündel. Er spricht wieder ganz normal, kann am Stock gehen und Treppen steigen – wenn auch sehr langsam. Eine ganze Menge Tabletten muss er täglich einnehmen, natürlich stehen auch laufend Arztbesuche an, zu denen wir, seine Kinder, ihn abwechselnd begleiten. Von seinem schwerpfundigen Gewicht hat er in der Reha 10 kg abgespeckt. Nun ist er wieder zuhause, in seiner Wohnung in Rüsselsheim.
Am Freitag habe ich früh Schluss gemacht mit der Arbeit, um ihn zu besuchen. Es war ein Wetter zum Helden zeugen! - Das hatten wir natürlich nicht vor, aber einen kleinen Sparziergang. Mein Vater wollte unbedingt nach Mönchbruch, an den Weiher am Anfang des Naturschutzgebiets. Gute Idee, gerne bin ich mit ihm da hingefahren. Der kleine Weiher ist nicht weit entfernt vom Parkplatz, da konnte Paps gemächlich hingehen.
Weite Wiesen, Bäche und Bewässerungsgräben, Teiche und viel Wald gehören zum Naturschutzgebiet. An dem kleinen Weiher setzte sich Papa auf eine Bank. Enten, Gänse und einen jungen Schwan sahen wir. Ausflügler kommen regelmäßig zum Füttern der Tiere, insbesondere aber – und ich sehe das mit gemischten Gefühlen – wegen der Wasserratten. Die holen sich die mitgebrachten Möhren und Brokkoli aus den Händen der Leute.
Wie sie das Futter knabbern sieht posierlich aus. Aber diese Nutria sind ganz schön groß und haben mords Nagezähne! Ähnlich wie Biber haben sie auch Dämme angelegt in den Wassergräben hier.
Paps war sehr glücklich, hat ganz doll gestrahlt. Seine gute Laune und das schöne Wetter haben mein Herz auch höher schlagen lassen.
Ich bin sehr froh, dass es ihm wieder besser geht. Er wird übrigens am Ostersonntag 80 Jahre alt.