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von Pitti:
* Armut *
Wir alle leben hier im Land,
es scheint uns gut zu gehen,
doch viele stehen an der Wand,
wir hören kaum ihr Flehen.
Das Armutsbild ist sehr verzerrt
und zeigt auch viel Gesichter,
damit ist Armut eingesperrt,
denn wo kein Kläger, da kein Richter.
In Armut spiegelt sich die Macht
von Überfluss und Habgier,
das bringt den Menschen unbedacht
den Weg ins Elend hier.
Drum ist Advent die richt`ge Zeit
erneut sich selbst zu testen,
dass man dann später auch bereit,
sich zählen zu den Besten.
Als ich gebeten wurde, einige Gedanken über das schwierige Thema „ARMUT“
niederzuschreiben, war mir nicht klar, wo ich anfangen sollte. Denn dieses
Thema stellt ein Problemkomplex dar, den man in seiner Vielfältigkeit nur sehr
unzureichend beschreiben kann.
In einem Land wie unserem, in der das Wort „Armut“ keiner einheitlichen
Definition unterliegt, braucht man sich nicht zu wundern, dass das Armutsbild
sehr verzerrt wiedergegeben wird.
Hier stößt man auf Wortprägungen wie: Absolute Armut, relative Armut,
Transitorische - strukturelle Armut und verdeckte Armut usw. Hinter jeder
dieser Begrifflichkeiten, stehen Erläuterungen, die ich aber nicht weiter
ausführen möchte, weil es diesen Rahmen sprengen würde (Selbstinfo).
Daraus leite ich ab: Dass alle Erläuterungen dieser Wortprägungen im Grunde
die Aussagen tätigen - wenn dieses Faktum **Armut** im rechtlichen Sinn
auf Personen oder Personenkreise zutrifft, kann man seinen Lebensunterhalt
nicht mehr aus eigener Kraft bestreiten. Außerdem unterliegen solche Begriffe
einem gewissen Zeitfaktor, die als Übergangsprozesse bis zur Wiederein-
gliederungsmaßnahme gedacht sind.
So weit – so gut, nur wenn man betroffene Menschen nicht wieder in Lohn
und Brot bringen kann, dass sie davon Selbstständig leben können, was dann?
Und hierfängt für mich die Reale Armut an.
Sehr viele Menschen fallen durch die Maschen dieses Sozial-Netzes und
schaffen es nicht aus eigener Kraft wieder heraus zukommen. Armut bezieht
sich immer auf materielle Dinge, doch die seelischen Aspekte werden kaum
oder gar nicht berücksichtigt. Darum wird bei uns Armut nicht „Real“
wahrgenommen, sondern von einigen Wirtschaftbossen und einigen
politischen Vertretern sogar geleugnet.
Die Armutsproblematik ist ein Globetrotter und steht in enger Verbindung
mit Grundfragen einer Gesellschaftform, deren Regelungen der Produktivität
und einer gerechten Einkommensverteilung. Auch gesellschaftliche und
politische Entscheidungen, führen zu Armut.
Es sind nicht nur Kriegsflüchtige und Obdachlose, wie wir sie aus den Medien
kennen,die in Armut sind. Nein auch der Bettler in der Fußgängerzone, die
alleinstehendeerziehungsberechtigte Person, Kinderarmut, Rentner usw. Auch
hier wird der Öffentlichkeit ein verzerrtes Bild der gegenwärtigen Armuts-
situation, gezeichnet.
Wenn diese Armutsfalle zugeschnappt hat und Menschen sich nicht befreien
können, werden Sie zu Außenseitern in unserer Gesellschaft und bilden
Randgruppen,die den gesamten sozialen Frieden stören können.
Es gäbe unsagbar viel über Armut zu schreiben, aber ich wollte eigentlich
nur erinnern, dass es jetzt in der Weihnachtszeit sehr viele Menschen gibt,
die kein Weihnachten feiern können, wie auch immer man persönlich zu
Weihnachten steht.
Für mich ist die psychologische Seite, die wichtigere. Denn Liebe, Wärme,
Geborgenheit und Anerkennung, sind für mich die wichtigsten Zutaten, die
einen glücklichen Menschen ausmachen.
P.
Dieser Beitrag zur Aktion "Schreiben gegen Armut"erreichte
mich per Email von Pitti.
Ich finde, er hat sich *dicke* den Award verdient.
Er ist aber nicht der Einzige.
Zur AWARD-Verleihung lade ich Euch extra ein.
*** Es grüßt Euch herzlich Xamantao