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Mein Kalender soll für alle Fälle gut sein, Ferien-Feiertage-andere Länder-wichtige Geburtstage und Ereignisse, interessante Web-Links - gute Sprüche - viele Fotos und Bilder, Geschichten über meine Katzen, meine Menschen, meine Sachen. Tolle Reisen. Aktuelles, Musik und Humor.

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Tag des Baumes ...die Roßkastanie


0007 Gustavsburg

Tja, wir Kastanien sind eben unangefochtene Stars! schon gelesen 

 

Ob im Wiener Prater, in Mecklemburg-Vorpommern oder auf der Maaraue in Mainz-Kostheim – überall stehen wir und sind beliebt. 

 

 

Die meisten Kastanien sind die sogenannten Roßkastanien. Ich bin auch so eine. Mit den Edelkastanien sind wir eigentlich gar nicht verwandt. Botanisch-biologisch und überhaupt ist das eine andere Familie. Aber weil wir uns so ähnlich sehen, werden wir von den meisten Menschen auch für die gleiche Baumart gehalten.


Warum heißen wir Roßkastanien? Das ist eine alte Geschichte. Meine Vorfahren stammen aus Vorderasien. Die erste Roßkastanie Europas wuchs im Jahr 1576 in Wien. Die Türken belagerten damals Wien, es war Krieg.
Sie kamen zu Fuß und auf Rössern. Scheint´s vertrugen die Pferde das nördlichere Klima nicht gut, viele  bekamen Husten und Bronchitis. Das wussten die Türken und hatten Kastanienfrüchte mitgebracht. Unsere Samen waren ein wirksames Heilmittel, die Supermedizin "wider das Keuchen der Rösser".  

 

Damals hätten die Türken fast Wien eingenommen und sich dann überall in Europa verbreitet. Das wäre das "Aus" für das christliche Abendland gewesen. Die Verbreitung ist den Türken erst im vorigen Jahrhundert gelungen. Ganz ohne Krieg. Haben sie sich an uns Roßkastanien ein Beispiel genommen? Uns gelang die friedliche Eroberung Europas schon damals. Da sieht man wiedermal, dass mit starkem Willen und ohne Aggressionen alles viel besser funktioniert.

 

Wir Bäume kennen keine Aggressionen.

Roßkastanien genießen es, bewundert zu werden. Deswegen zeigen wir uns auch so gerne in Biergärten und anderen Gartenlokalen und spenden den Gästen unseren Schatten an heißen Sommertagen.   

 

Unsere Blüten reifen im Sommer zu Früchten, aus denen unsere Nachkommen wachsen sollen. Die Früchte sind im Herbst reif. Dann fallen sie von uns Bäumen herunter. Dabei springt die stachelige Hülle auf und gibt unsere festen, glänzenden, braunen Kastanien-Früchte frei. Das ist eine Freude für viele Tiere!  

Rehe, Wildschweine, Eichhörnchen und manche Vögel schätzen sie als Leckerbissen. Einige Kastanienfrüchte aus der Familie der Edelkastanien werden sogar von Menschen gegessen. Die nennen sie Maronen.

 2010-08-18 Kastanien-Schäden

Menschenkinder basteln gerne Figürchen aus unseren Früchten, Erwachsene nehmen sie in ihrer Jackentasche als Handschmeichler mit, und auch als Dekoration sind „unsere Kleinen“ sehr hübsch.


Unser Blätter sind nun im Herbst verbraucht. Sie werden braun und unansehlich, fallen herunter.

Unser Jahreswerk ist vollendet, wir bereiten uns auf die Winterruhe vor,   11-04-02 1Kastanienstamm Maaraue

auf die kalte Jahreszeit. - Aber im nächsten Frühling, bei den ersten warmen Sonnenstrahlen, da wachen wir wieder auf, recken uns. Dann lassen wir wieder die Knospen sprießen. Wieder ein neuer Jahresring kommt in unseren Stamm.

11-04-02 1Maaraukastanie

Das ist also unser Lebenslauf, das Leben eines Baumes.

  

Nun verabschiede ich mich aus dem Internet.  

Mein Show-Auftritt hat Euch Menschen hoffentlich gefallen?? Wenn ja, würde sich meine Blog-Produzentin Xammi, die auch alle Bilder gemacht hat, über einen netten Kommentar freuen!

 

Ach, übrigens: Der Baum des Jahres 2011

ist eine eher selten anzutreffende Schönheit:

die Elsbeere.

 

 Besuch mich bald mal in meiner Allee

11-04-02 2Kastanienstamm Maaraue 

- oder wo ich halt grad steh!

Bis dann!

 

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